Einbau und Verlegung von Pflastersteinen

Alles für Ihr Projekt

Für Ihr privates Bauvorhaben steht Ihnen unser gesamtes Sortiment zur Verfügung. Ob Sie sich für zeitloses Gestaltungspflaster, für versickerungsfähige Beläge oder für auf Maß gefertigte Großformatplatten  entscheiden. Unsere Fachberaterinnen und Fachberater, die Angestellten beim Baustoff-Fachhandel und die Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus helfen Ihnen gerne bei Ihrer Bauaufgabe.

Alles für Ihr Projekt

Für Ihr privates Bauvorhaben steht Ihnen unser gesamtes Sortiment zur Verfügung. Ob Sie sich für zeitloses Gestaltungspflaster, für versickerungsfähige Beläge oder für auf Maß gefertigte Großformatplatten  entscheiden. Unsere Fachberaterinnen und Fachberater, die Angestellten beim Baustoff-Fachhandel und die Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus helfen Ihnen gerne bei Ihrer Bauaufgabe.

1. Vorbemerkungen

Die folgenden Hinweise, Ratschläge und Empfehlungen gelten nur für Bereiche mit keinen oder geringen Verkehrsbelastungen durch Pkw. Hierzu gehören Pflasterungen im privaten Wohnumfeld wie z.B. die Hauszufahrt, der Pkw-Stellplatz, Wege und Plätze im Garten, Terrassen oder Eingangsbereiche. Für die Planung und Ausführung von Verkehrsflächen mit höheren Belastungen verweisen wir auf den technischen Leitfaden “Dauerhafte Verkehrsflächen mit Betonpflastersteinen – richtig planen und ausführen”.

Für eine dauerhafte und optisch ansprechende Pflasterung ist ein gewisses Maß an Fachwissen und handwerkliches Geschick erforderlich. Daher sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie mit der Planung und Ausführung der Arbeiten einen qualifizierten Fachbetrieb des Garten- und Landschaftsbaus beauftragen.

Die nachfolgenden Einbau- und Verlegehinweise für Pflastersteine und -platten aus Beton basieren auf der sogenannten ungebundenen Bauweise (Regelbauweise) – siehe Abbildung. Dabei wird die Pflasterdecke, bestehend aus Bettung, Fuge und den Pflastersteinen, ohne Bindemittel hergestellt. Es entsteht ein in sich stabiles wie auch elastisches Tragwerk, das die Belastungen flächig aufnimmt und in den Untergrund ableitet.

Die ungebundene Pflasterbauweise
Die Abbildung zeigt den Schichtenaufbau, der bei allen Pflasterungen eingehalten werden muss, um spätere Schäden an der Pflasterfläche auszuschließen.

2. Planung

Zu berücksichtigen bei der Planung von Pflasterflächen rund um Haus und Garten sind

  • gestalterische Aspekte

          (z. B. Steintyp, Oberfläche, Farbe, Format, Verlegemuster)

  • bautechnische Anforderungen und örtliche Gegebenheiten.

          (z. B. Nutzung und Belastbarkeit, Gefälle und Entwässerung, Randbegrenzung)


Checkliste für Ihre Pflasterplanung:

– Skizze / Zeichnung
– Flächentyp (befahrbar oder nicht)
– Belagstyp (Normal- oder Großformate, Ökopflaster)
– Größe, Farbe, Oberfläche der Pflastersteine / Platten
– Verlegemuster (Läuferverband, Kreuzfuge, wilder Verband etc.)
– Pflasterbelag mit / ohne Randbefestigung
– evtl. Entwässerungsplan


Berechnen und bestellen

Anhand Ihres Entwurfs und der Materialwahl können Sie die zu verlegende Fläche berechnen. Verwenden Sie dabei stets das Rastermaß der Pflastersteine, denn das berücksichtigt auch die erforderlichen Fugenbreiten. Eine Randbefestigung ist stets mit einzuplanen. Bei unseren Pflastersteinsystemen werden Halb-, Rand- und Abschlusssteine für den perfekten Randabschluss gleich mitgeliefert und Sie ersparen sich außerdem aufwändige Schneidarbeiten.

Als Bezugsquelle empfehlen wir den Baustoff-Fachhandel in Ihrer Nähe. Dort erhalten Sie auch Schotter, Splitt, Kies und Sand für den Oberbau. Zudem Entwässerungsrohre, den Mörtel für die Befestigung der Randsteine usw. Mit dem Fachhandel können Sie außerdem die Art der Randausbildung in Form von z. B. Randsteinen, Mauersteinen oder Palisaden besprechen.

Annahme der Steine bei Anlieferung

Im Allgemeinen:
Betonpflastersteine unterliegen produktionsbedingt geringen, technisch nicht vermeidbaren Farbschwankungen – weitere Infos hier. Werden die Steine Lage für Lage immer aus dem gleichen Paket entnommen, können in der Fläche möglicherweise Farbkonzentrationen auftreten. Um dies zu vermeiden, mischen Sie beim Verlegen Steine aus mindestens drei Paketen und jeweils aus mehreren Lagen. Das gilt insbesondere für nuancierte Pflastersteine.

Im Besonderen:
Kontrollieren Sie die Ware gleich beim Abladen. Dabei gleichen Sie die angelieferten Pflastersteinpakete mit dem Lieferschein und Ihrer Bestellung ab. Produktangaben zu Format, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit finden Sie in der Regel auch auf einem Aufkleber, der seitlich an den Paketen angebracht ist.

Bei der Sichtkontrolle sehen Sie meistens nur die oberste Steinlage – schauen Sie besser auch darunter! Falls die Steinpakete foliert angeliefert wurden, sollten die aufgerissenen Pakete wieder sicher abgedeckt werden.

Denken Sie daran, Abweichungen zwischen Lieferung und Bestellung auf dem Lieferschein schriftlich zu vermerken und klären Sie dies mit Ihrem Vertragspartner (Baustoff-Fachhandel). Machen Sie es am besten sofort. So kann eventuell das richtige Material noch rechtzeitig nachgeliefert werden.

Wichtiger Hinweis:
Zeigen die Steine einen grauweißen Schleier oder Belag, handelt es sich für gewöhnlich um so genannte Ausblühungen. Diese stellen im Allgemeinen keine Beeinträchtigung der Qualität der Pflastersteine dar. Vielmehr handelt es sich um eine optische Erscheinung, die im Laufe der Zeit verschwindet. Ist die Beeinträchtigung aus Ihrer Sicht zu groß, sollten Sie unverzüglich und noch vor der Verlegung Ihren Vertragspartner kontaktieren.

3. Ausführung

Untergrundarbeiten
Die Grundvoraussetzung für einen standfesten Pflasterbelag ist ein ausreichend tragfähiger und wasserdurchlässiger Untergrund. Daher sollten alle nicht tragfähigen Bodenschichten wie Lehm oder Mutterboden abgetragen werden. Die unterste Schicht, das Planum, wird ca. 30 cm unterhalb der Oberkante des geplanten Pflasterbelags eben und mit dem vorgesehenen Gefälle angelegt und anschließend mit dem Rüttler verdichtet.

Hinweis:
Achten Sie darauf, dass keine langen Zeitspannen zwischen dem Freilegen des Untergrundes und dem Aufbringen der neuen Schichten entstehen, da Regen und auch Bodenfrost die Standfestigkeit schwächen können. Fahren Sie auch nicht unnötig über den freigelegten Untergrund, weil auch so eine Aufweichung erfolgen kann.

Randbefestigung
Wird die Pflasterfläche ringsum eingefasst, können sich die Steine während der Verlegung und Nutzung nicht verschieben. Verlegt werden die Randsteine vor den Pflasterarbeiten. Schritt für Schritt:

Für das Fundament entfernen Sie zunächst nicht tragfähige Bodenschichten bis zur frostfreien Tiefe. Den Untergrund verdichten Sie anschließend mit einem Rüttler. Hierauf folgt als Frostschutz eine dränagefähige Kies-Schotter-Schicht, die lagenweise verdichtet wird. Darauf folgt ein ca. 20 cm dickes Betonfundament aus Magerbeton, in dem die Randsteine verlegt werden.

Die Verlegung erfolgt höhen-, winkel- und fluchtgerecht mittels Schnur. Dabei sollte das Innenmaß der Randeinfassung auf das Rastermaß des Belags und das Verlegemuster abgestimmt werden. So vermeiden Sie Schneidarbeiten. Die Randsteine werden nun nach und nach mit dem Gummihammer bis zur Schnurhöhe in den erdfeuchten Beton eingeklopft. Dabei erhält jedes Element im Sockelbereich beidseitig eine Stütze, die mit Magerbeton angeformt wird. Zwischendurch überprüfen Sie immer wieder die Einbaumaße. Nach 24 Stunden ist der Beton ausgehärtet, und Sie können die Fläche weiter vorbereiten.

Trag- und Frostschutzschicht
Der verdichtete Untergrund ist die Basis für eine mindestens 30 cm dicke Tragschicht aus Frostschutzmaterial. Hierfür verwenden Sie ein Schotter-Sand-Gemisch in abgestufter Körnung 0/32 mm. Dies wird in Lagen eingebracht und per Rüttler verdichtet. Halten Sie hierbei ein Gefälle von 2,5 % ein und achten Sie auf eine ebene und geschlossene Ausführung ohne Fremdmaterialien. Im Fall von vorhandenen Frost- und Tragschichten sollten Sie die Wasserdurchlässigkeit prüfen. Oft ist das Material zu stark verdichtet. Im Zweifelsfall verwenden Sie neues Material.

Hinweis:
Beachten Sie auch die sogenannte Filterstabilität der Materialien für Fugen, Bettung, Tragschicht und Untergrund. Das heißt, das Material darf nicht in die jeweils darunterliegende Schicht einrieseln.

Bettung
Als Bettungsmaterial eignet sich z. B. ein Brechsand-Splitt-Gemisch 0/4 mm, für wasserdurchlässige Pflasterbeläge ein Bettungssplitt. Das Material wird auf der Tragschicht gleichmäßig bis zu einer Dicke von 4 – 5 cm verteilt und anschließend gleichmäßig abgezogen. Hierfür legen Sie zuvor Formrohre auf die Tragschicht. Mittels einer darauf geführten Abziehlatte lässt sich nun das Bettungsmaterial profilgerecht glätten. Danach werden die Formrohre entfernt, die Leerstellen aufgefüllt und ebenfalls geglättet. Ab jetzt wird die Bettung nicht mehr betreten. Die Bettungsdicke reduziert sich nach dem Verlegen und Abrütteln um ca. 1 cm.

Hinweis:
Vorhandene Alt-Bettungen empfehlen wir grundsätzlich zu erneuern. Bitte beachten Sie dabei wiederum, dass das neue Bettungsmaterial auf die vorhandene Tragschicht abgestimmt werden muss (Filterstabilität).

Verlegung
Pflastersteine und Platten werden stets „über Kopf” verlegt, das heißt von der bereits verlegten Fläche aus. So muss die frisch abgezogene Bettung nicht betreten werden.
Die Verlegung der Steine erfolgt höhen-, winkel- und fluchtgerecht mit Schnur oder Lehre. Achten Sie auf die vorgegebenen Fugenbreiten und vermeiden Sie unbedingt eine Knirschverlegung, also nicht Stein an Stein verlegen.

Anschlüsse an Ränder und Kanten können Sie mit unseren mitgelieferten Halbsteinen ausführen. Randsteine sollten nicht kleiner sein als ein halber Stein. Wenn Sie Steine kürzen müssen: Bitte schneiden, nicht knacken! Schneiden Sie die Steine nicht auf bereits verlegten Pflasterflächen oder in direkter Nähe. Denn Schleifstaub bzw. Schleifschlamm enthält feinstkörnigen Zementleim, der sich auf und auch in die offenporige Oberfläche der Pflastersteine legt und dann auf der fertigen Pflasterfläche als Schleier sichtbar wird. Der Schleier ist später nur sehr schwer oder gar nicht zu entfernen.

Verfugen
Als Fugenmaterial eignet sich ein kornabgestuftes Gemisch 0/2, 0/4 oder 0/5 mm, und zwar möglichst gebrochene Gesteinskörnungen. Für Flächen, die nicht mit dem Pkw befahren werden, kann auch Sand 0/2, Splitt 1/3 oder 2/5 mm verwendet werden. Wählen Sie auf jeden Fall das Material so, dass es nicht in die Pflasterbettung einsickern kann (Filterstabilität).

Die Fugen werden während der Verlegung der Steine kontinuierlich verfüllt. So wird eine ausreichende Lagesicherung der Steine sichergestellt. Das Material wird solange eingefegt oder mit Wasser eingeschlämmt, bis alle Fugen vollständig verfüllt sind. Vor dem Abrütteln wird überschüssiges Fugenmaterial vollständig entfernt.

Hinweis:
Zu geringe Fugenbreite und/oder unzureichend verfüllte Fugen destabilisieren die Pflasterdecke.

Abrütteln
Wichtig ist vor allem der richtige Rüttler. Unsere Empfehlung:
Für farbiges Pflaster, Pflaster ohne Fase bzw. mit kleiner Fase, Pflaster mit besonders bearbeiteten Oberflächen (z. B. imprägniert), verwenden Sie einen Flächenrüttler mit Plattengleitvorrichtung, z. B. einer Gummischürze.
Für dünnere Platten haben sich auch Rollenrüttler bewährt.

Wenn Sie den Rüttler z. B. von einer Verleihfirma oder beim Galabau-Betrieb leihen, lassen Sie sich vom Fachmann über die erforderliche Rüttelleistung beraten.

Achtung:
Pflaster kann man auch kaputtrütteln, daher sollten nur Rüttler mit angemessener Vibrationsleistung eingesetzt werden.

Wichtige Vorbereitung: Sichern Sie die Pflasterfläche gegen seitliches Auswandern, sorgen Sie kurzfristig für Standsicherheit! Das gilt für Teilflächen, die zwischendurch abgerüttelt werden, beim abschließenden Abrütteln einer Gesamtfläche oder wenn keine Randeinfassung vorgesehen ist.

Abgerüttelt werden nur trockene und saubere Pflasterflächen. Hierfür wird die Unterseite des Rüttlers abgewischt und die Belagsfläche gefegt. Gearbeitet wird stets von den Rändern zur Mitte hin bis zur gleichmäßigen Verdichtung des gesamten Belags.

Hinweis:
Befinden sich noch Fugenmaterial oder kleine Steinchen auf der Pflasteroberfläche bzw. unter der Rüttelplatte, besteht Gefahr, dass sich das Material beim Gleiten der Rüttelplatte in den Stein einreibt oder die Steinoberfläche zerkratzt. Das zeichnet sich auf der fertigen Oberfläche ab und lässt sich nur schlecht oder gar nicht beseitigen.

Im Nachgang
Nach dem Abrütteln werden die Fugen nochmals aufgefüllt, indem Sie weiteres Fugenmaterial einfegen bzw. einschlämmen. Auch in den nächsten Tagen und Wochen ist das nur zu empfehlen.