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Verlegehinweise

Die zehn Gebote


Pflastersteine verlegen – Das sollten Sie beachten

 

Eine sorgfältig geplante und handwerklich richtig ausgeführte Pflasterfläche ist die beste Voraussetzung für ein optisch gelungenes Pflasterbild mit langer Lebensdauer. Die hier aufgeführten Regeln basieren auf Erfahrungswerten und dem heutigen Stand der Technik. Der Ordnung halber weisen wir darauf hin dass wir für Schäden, die durch Nichteinhaltung dieser Gebote entstehen, keine Haftung übernehmen können.


Wichtiger Hinweis: wir gehen in dieser Beschreibung davon aus das Sie die Pflasterung in ungebundener Pflaster-Bauweise verlegen. Sollten Sie eine gebundene Bauweise - hier wird der Pflasterstein in ein Mörtelbett gelegt und Unterseitig evtl. mit einer Haftschlämme versehen - durchführen wollen bitten wir Sie einen Fachmann zu Rate zu ziehen, da wir die gebundene Bauweise im Außenbereich für deutlich komplizierter halten. Außerdem gehen wir davon aus das Randeinfassungen nicht überfahren werden, soll heißen das es sich nicht um klassischen Straßenbau handelt sondern um ` untergeordnete ´  Verkehrsflächen - also ihre Terasse, ihre Fußwege und maximal ihre Grundstückseinfahrt für ihren privaten PKW. Keinesfalls ist hier ein Lagerplatz, Bauernhof, Firmengelände oder ähnliches gemeint, hier bitten wir Sie in jedem Fall einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Ach ja, und natürlich haben wir hier nur Hinweise für Betonpflaster aufgeführt.

 

Und noch eins sollten Sie bitte bedenken: die ungebundene Bauweise der Pflasterstein-Konstruktion wirkt immer als ganze Einheit, also der vorhandene Untergrund, die von ihnen eingebaute Trag- und Frostschutzschicht, die Bettung unter dem Pflasterstein, die gewählte Stärke und Abmessungen der Pflastersteine sowie die Fugen. Nur das Zusammenspiel aller richtig eingesetzten Komponenten ermöglicht es

 

   * das hohe Belastungen - z.B. durch ihr Auto in der Einfahrt - schadlos aufgenommen werden,

   * Temperaturspannungen - tagsüber aufgeheizte Oberflächen in der Sonne und nachts Abkühlung - ohne Spannungen abgebaut werden,

   * die Fläche im Zusammenspiel Gefälle, Wassereinläufe und durchlässige Fugen grundsätzlich wasserableitend bzw. durchlässig ist,

   * oder einfach gesagt das ihre Pflasterung langfristig schön bleibt.

 

Wenn Sie jetzt das Gefühl haben das ist mir alles viel zu lang zum lesen, dann sagen wir nur das die Arbeiten auf der Baustelle viel länger dauern und wenn erst mal was schief geht ---> oh oh oh ---> das sieht meist echt mies aus ---> das gibt nur Ärger ---> dann muss evtl. was zurückgebaut oder geändert werden ---> das dauert und kostet Zeit und Geld. Also, bitte in Ruhe die Hinweise lesen und dann erst mit den Arbeiten beginnen.

 

Wir wünschen Ihnen Spaß und Erfolg dabei, Ihre Pflastersteine zu verlegen.

 

 

                                     

 

 

 

1. Vorhandener Untergrund

 

Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, prüfen Sie den vorhandenen Untergrund (auch gewachsener Untergrund genannt). Hier gibt es zwei mögliche Fälle:

 

a) Sie haben noch Tragschichten vom alten Pflaster liegen und können den gewachsenen Untergrund nicht sehen. Dann graben Sie ein Loch in die alte Tragschicht bis zum gewachsenen Untergrund, dabei sollten Sie wenn unterschiedliches Material ausgegraben wird dieses getrennt an verschiedenen Stellen ablegen, also nicht vermischen. Sie haben den gewachsenen Untergrund - auch Planum genannt - erreicht, jetzt können Sie sowohl den Untergrund als natürlich auch die alte Tragschicht (siehe Punkt 2) prüfen. Mal ehrlich, ist der gewachsene Untergrund standfest und tragfähig, hat er ein Gefälle, läßt er Wasser versickern ? Wenn ja ist alles o.K., wenn aber nicht muss unbedingt geprüft werden ob die vorhandene Trag- und Frostschutzschicht ausreichend ist (siehe Punkt 2).

 

b) Sie haben natürliches Gelände welches Sie ausschachten. Der freigelegt Untergrund muss geeignet sein, klingt einfach und heißt im Klartext: Der Untergrund muss standfest und tragfähig sein. D.h. nicht tragfähige Bodenschichten - z.B. Lehm oder Mutterboden - müssen abgegraben werden. Die Ebenheit, profilgerechte Lage, der Verdichtungsgrad und die Tragfähigkeit des Untergrundes sind dann insgesamt wichtig. Das Mindestgefälle ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes, es sollte mindestens 2,5 % bzw. maximal 4 % betragen.

 

 

2. Tragschicht und Frostschutzschicht

 

Die Trag- und Frostschutzschichten müssen angepasst an die zu erwartenden Belastungen der Verkehrsfläche ausgeführt werden. Das heißt, es gibt einen Unterschied zwischen Terassenflächen nebst Fußwegen und ihrer PKW befahrenen Einfahrt auf das Grundstück.

 

Generell gilt, alle Trag- und Frostschutzschichten (sowohl neu gekaufte als auch die noch auf den Flächen vorhandenen) müssen so wasserdurchlässig sein, sodass ein schneller Abfluss von Wasser durch die ebenfalls wasserdurchlässige Pflasterfläche sichergestellt ist. Aus diesem Grund eignen sich am besten ungebundene Tragschichten.

 

a) Sie haben noch Schichten vom alten Pflasterbett liegen und ihre Prüfung des Untergrund (siehe 1) hat ergeben das das Planum in Ordnung ist. Nun müssen Sie auch die vorhandene Trag- und Frostschutzschicht prüfen. (..... hier sind wir noch in der Bearbeitung des Textes ).

 

b.) Bauen sie die neuen Frostschutz- und Tragschichten lagenweise ein und verdichten Sie auch jede einzelne Lage, bessern sie Unebenheiten in der Oberfläche immer nach. Das Mindestgefälle beträgt 2,5 %, die max. Unebenheit beträgt 1 cm auf 4 m Länge. Achten Sie darauf, dass die endfertigen Oberflächen immer sauber mit dem ausgewählten Material geschlossen sind (keine Fremdmaterialien sollen darin sein), sonst kann evtl. das darauf aufgebrachte nächste Material (z.B. das Bettungsmaterial) später genau an diesen Stellen einrieseln. Dadurch können im Laufe der Zeit Verformungen - Dellen - in der Pflasterdecke entstehen.

 

Prüfen Sie also immer die Filterstabilität vom Untergrund zur Tragschicht, von der Tragschicht zum Bettungsmaterialien, vom Bettungsmaterial zur Fugenfüllmaterial, ziehen Sie beim Einkauf dieser Materialien einen Fachhändler zu Rate.

 

 

 

3. Randeinfassung anlegen

 

Randeinfassungen verhindern ein Verschieben der Pflastersteine sowohl bei der Verlegung als auch bei der späteren Nutzung der Pflasterfläche. Bestimmen Sie den Abstand der Randeinfassungen unter Beachtung der geforderten Verlegebreite durch Auslegen einzelner Steinzeilen, bevor sie die Pflastersteine verlegen. Bord- und Einfassungssteine benötigen ein Fundament und eine Rückenstütze aus Beton.

 

 

4. Pflasterbettung

  

Nach DIN 18318 eignen sich als Bettungsmaterialien Gemische aus Gesteinskörnungen 0/4 mm, 0/5 mm oder 0/8 mm. Wichtig für das Bettungsmaterial ist das ein gutes Einrütteln der Steine möglich, eine ausreichende Wasserdurchlässig auch im verdichteten Zustand vorhanden und das es auf das Fugen- und Tragschichtmaterial abgestimmt ist. Es darf nicht in die Tragschicht einrieseln, genauso wenig wie das Fugenmaterial in die Bettung. Das Pflasterbett muss im verdichteten Zustand eine Stärke von 30 bis 50 mm aufweisen. Alle Angaben gelten für Steinhöhen bis 10 cm.

 

Das Bettungsmaterial wird auf der Tragschicht gleichmäßig verteilt und dann ist ein extrem genaues Abziehen erforderlich. Hierzu sollten Formrohre - sogenannte Lehren - in dem vorgesehenen Gefälle exakt auf dem Boden aufgelegt werden und über diese wird mit der Abziehlatte das Bettungsmaterial profilgerecht geglättet.

 

Hinweis: für untergeordnete Flächen - also Flächen die nie mit dem PKW befahren werden - können als Bettungsmaterial auch Gesteinskörnungsgemische 0/2, 1/3 und 2/5 verwendet werden.

 

Hinweis: alte, noch vorhandene Pflasterbettungen empfehlen wir grundsätzlich aufzunehmen und zu erneuern. Bitte beachten Sie dabei wieder, das das neue Bettungsmaterial auf die vorhandene Tragschicht abgestimmt werden muss.

 

 

5. Prüfen der angelieferten Betonpflastersteine

 

Vergleichen Sie bei der Anlieferung der Pflastersteinpakete den Lieferschein mit der Bestellung hinsichtlich Format, Farbe, Menge, Oberflächenbeschaffenheit und anderer Charakteristika. I.d.R. befindet sich auf den angelieferten Plastersteinpaletten ein Aufkleber mit der genauen Bezeichnung des angelieferten Produktes. Abweichungen / Fehler zwischen Lieferung und Bestellung sollten Sie auf der Lieferquittung vermerken bzw. umgehend, spätestens jedoch bevor die Pflastersteine verlegt werden, mit dem Vertragspartner/Lieferanten abklären.

 

Hinweis zur Optik von Betonprodukten: auf der Oberfläche der angelieferten Steine kann ein grauweißer Belag sichtbar sein, hierbei handelt es sich i.d.R. um Ausblühungen. Ausblühungen stellen keine Beeinträchtigung der Qualität der Pflastersteine dar sondern sind eine optische Erscheinung. Ist die optische Beeinträchtigung aus ihrer Sicht zu groß sollten Sie die Steine in jedem Fall vor der Verlegung beanstanden. Bitte beachten Sie ferner, dass Betonpflastersteine aufgrund der Zugabe natürlicher Rohstoffe naturgemäß geringen Farbschwankungen unterliegen. In diesem Zusammenhang weisen wir auf unsere Hinweise zu den natürlichen Eigenschaften von Betonprodukten unter ` Hinweise zu Beton´ hin.

 

 

6. Auswahl der Pflastersteine aus mehreren Paketen

 

Um unerwünschte Farbkonzentrationen zu vermeiden mischen Sie beim Verlegen Steine aus mindestens drei Paketen und jeweils aus mehreren Lagen der Pakete. Das gilt ganz besonders für nuancierte Pflastersteine.

 

 

7. Verlegung und Einhaltung der Fugenbreite

 

Unsere Abstandhalter an den Steinen ersetzen nicht das vorgeschriebene Fugenmaß, es ist die Aufgabe des Verlegers das vorgeschrieben Fugenmaß einzuhalten. Grundsätzlich sollte ein Fugenabstand von 3-5 mm eingehalten werden. Wird der untere Wert unterschritten, kann keine ausreichende Füllung der Fugen (dann fehlt die kurzfristige aber auch langfristige Stabilität der Steine zueinander) erzielt werden Auch können die Steine beim abrütteln gegeneinander stoßen und an den Kanten beschädigt werden, Fertigungstoleranzen können ebenfalls nicht ausgeglichen werden. Der obere Wert sollte nicht überschritten werden, damit sich das Fugenmaterial gut verfestigen kann. Die Pflasterverlegung wird grundsätzlich „über Kopf”, d. h. von der bereits verlegten Fläche aus durchgeführt, um ein Betreten des abgezogenen Pflasterbettes zu vermeiden. Die Verlegung der Steine erfolgt höhen-, winkel- und fluchtgerecht mit Schnur oder Lehre. Anschlüsse an Ränder/Kanten bitte mit unseren Zubehörsteinen (Halben) ausführen oder ganze Steine schneiden, nicht knacken. Passsteine sollten nicht kleiner als halbe Steine sein.

 

Achtung beim Schneiden: schneiden Sie die Steine nicht auf den bereits verlegten Pflasterflächen oder in dessen direkter Nähe. Die beim Schneidvorgang entstehende Schlämme bzw. auch der Schleifstaub setzt sich in die Oberfläche der Pflastersteine, der Schmutz ist dann als Schleier auf der fertigen Pflasterfläche zu sehen und ist später nur schwerlich wieder zu entfernen.

 

 

8. Verfugung mit filterstabilem Mineralstoffgemisch

 

Als Fugenmaterial ist ein kornabgestuftes Gemisch 0/2, 0/4 oder 0/5 zu verwenden, es sollten dabei möglichst gebrochene Gesteinskörnungen verwendet werden. Das Material muss stabil genug sein um den Steinen untereinander genügend Halt zu bieten (Achtung: sonst wackeln die Steine schon beim abrütteln so stark das sie aneinanderstoßen und die Kanten wegbrechen) und es muss so gewählt werden das es nicht in die unter dem Pflaster liegende Bettung einsickern kann (Achtung: sickert das Fugenmaterial im Laufe der Zeit in die Bettung ein ist irgendwann in den Fugen zu wenig übrig und das abgesackte Fugenmaterial vermischt sich mit dem Bettungsmaterial. Folge --> die Steine haben dann untereinander zu wenig Halt und die Bettung wird oftmals wasserundurchlässig --> die Steine fangen an zu wackeln und stehen in einem nassen Untergrund --> die Steine können sich verdrehen und stoßen aneinander, ebenfalls sind die Pflastersteine dauerhaft bzw. zu lang nass sein --> die Kanten brechen schon bei normaler Nutzung ab und die Pflastersteine bekommen einen Grauschleier / blühen aus).

 

Hinweis: für untergeordnete Flächen - also Flächen die nicht mit dem PKW befahren werden - kann als Fugenmaterial auch Sand 0/2, Splitt 1/3 und 2/5 verwendet werden.

 

Verfüllen Sie schon während der Verlegung der Steine kontinuierlich die Fugen, damit immer eine ausreichende Lagesicherung der Steine vorhanden ist. Das Fugenmaterial muss so lang eingefegt oder eingeschlämmt werden bis alle Fugen vollständig gefüllt sind, entfernen Sie überschüssiges Fugenmaterial vor dem Abrütteln vollständig.

 

Hinweis: befinden sich vor dem Abrütteln noch Reste vom Fugenmaterial auf der Pflastersteinoberfläche besteht die Gefahr das diese beim Gleitvorgang der Rüttelplatte in den Stein eingerieben werden oder diesen verkratzen. Dies ist dann auf der fertigen Fläche sichtbar und läßt sich kaum wieder beseitigen.

 

 

9. Abrütteln (Verdichten)

 

Bei farbigem Pflaster, Pflaster ohne Fase oder mit Minifase sowie bei Pflaster mit besonders bearbeiteten Oberflächen (z.B. imprägniert) sollte grundsätzlich ein Flächenrüttler mit einer Platten-Gleit-Vorrichtung - z.B. einer Gummischürze - und angemessener Vibrationsleistung eingesetzt werden. Desweiteren nur im trockenen Zustand abrütteln und stets von den Rändern zur Mitte gleichmäßig verdichten. Falls keine seitliche Begrenzung durch Einfassungssteine vorhanden ist, muss die Fläche vorher gegen Auswandern abgesichert werden.

 

 

10. Fugen nochmals nachfüllen

 

Nach dem Abrütteln bitte die Fugen nochmals mit gleichen Fugenmaterial wieder komplett auffüllen. Dies geschieht durch aufstreuen und einfegen. Ach ja, dieser Vorgang sollte über einen längeren Zeitraum mehrfach wiederholt werden, da das Fugenmaterial immer mal wieder einsackt.

 

 

 

....... und jetzt .......

 

 

Produkte

 

 

                                                         ......... wollen wir ihnen natürlich auch unsere Produkte vorstellen.