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Verlegehinweise

Die zehn Gebote


Pflastersteine verlegen – Das sollten Sie beachten

 


Einige Hinweise vorweg: wir gehen in dieser Beschreibung davon aus das Sie die Pflasterung in ungebundener Bauweise verlegen, soll heißen die Steine werden lose auf eine Sand-Kies-Bettung gelegt und eingerüttelt. Sollten Sie eine gebundene Bauweise - hier wird der Pflasterstein in ein Mörtelbett gelegt - durchführen wollen bitten wir Sie einen Fachmann zu Rate zu ziehen, da wir die gebundene Bauweise im Außenbereich für deutlich komplizierter halten. Außerdem gehen wir davon aus das ihre Randeinfassungen nicht überfahren werden, soll heißen das es sich nicht um schwer befahrene Flächen handelt sondern um `  untergeordnete´   Verkehrsflächen, also ihre Terasse, ihr Fußweg oder maximal ihre Grundstückseinfahrt für ihren privaten PKW. Keinesfalls ist hier ein Lagerplatz, Bauernhof, Firmengelände oder ähnliches gemeint, hier bitten wir Sie in jedem Fall einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Ach ja, und natürlich haben wir hier nur Hinweise für Betonpflaster aufgeführt.

 

Jetzt starten wir mit einer einfachen und simplen Weisheit: die ungebundene Bauweise der Pflasterstein-Konstruktion wirkt immer als ganze Einheit, also der vorhandene Untergrund, die von ihnen eingebaute Trag- und Frostschutzschicht, die Bettung unter dem Pflasterstein, die gewählte Stärke und Abmessung der Pflastersteine und die Fugenausbildung samt Verfüllung. Nur das Zusammenspiel aller richtig eingesetzten Komponenten ermöglicht es

 

   * das hohe Belastungen - z.B. durch ihr Auto - schadlos aufgenommen werden,

   * das Temperaturspannungen - in der Sonne aufgewärmte Materialien dehnen sich aus - ohne Schäden abgebaut werden,

   * die Fläche im Zusammenspiel Gefälle, Wassereinläufe und durchlässige Fugen wasserableitend ist,

   * oder einfach gesagt das ihre Pflasterung langfristig schön bleibt.

 

Wenn Sie jetzt das Gefühl haben das ist zum Lesen alles viel zu lang, dann sagen wir dass die Arbeiten auf der Baustelle viel länger dauern werden und wenn was schief geht dann bedeutet das nur Ärger ---> das sieht meist schlecht aus, eventuell muss was geändert werden oder sie ärgern sich ewig über den Mangel  ---> alles das kostet Zeit, Geld und Nerven --> also besser in Ruhe die Hinweise lesen und dann mit den Arbeiten beginnen.

 

Wir wünschen Ihnen Spaß und Erfolg dabei, Ihre Pflastersteine zu verlegen.

 

 

                                     

 

 

 

1. Arbeitsvorbereitung

 

Ja auch bei der privaten Verlegung empfiehlt es sich vorher einige Gedanken und auch Skizzen, besser noch maßstäbliche Zeichnungen zu machen.

 

Also als erstes die Frage wo will ich denn pflastern ? Haben Sie einen Grundstücks-Lageplan in dem ihr Haus, die Grundstücksgrenzen und alles sonst auf dem Gelände eingetragen ist ? Bestens, vielleicht haben sie den sogar auf CAD, dann brauchen wir ihnen ja hier nicht erklären wie man die Pflasterflächen dort einzeichnet. Aber ganz ehrlich, die meisten von uns werden ja zuhause noch kein CAD-Zeichenprogramm haben,  sondern den Lageplan noch in Papier aus den alten Unterlagen kramen. Macht nichts, da hilft wie in guten alten Zeiten Transparentpapier und das gibt es für schmales Geld in jedem Schreibwarengeschäft. Alles vorhanden, dann können sie jetzt das Transparentpapier auf den Lageplan legen und viele Entwürfe für ihre Pflasterfläche zeichnen. Und irgendwann, nach vielen Entwürfen, vielen Diskussionen und vielen Gläsern Rotwein oder Bier stehen die Flächen fest.

 

Nächster Punkt ist wie nutze ich die einzelnen Flächen, fahre ich mit meinem Auto darauf und was sind Laufflächen. Möchte ich große Platten oder kleinere Steine ? Warum das wichtig ist ? Weil danach entschieden wird wie dick die Pflastersteine sein sollten. 6 cm oder 8 cm, vielleicht sogar 10 cm ? Wir können Ihnen hierzu leider nur unverbindliche Empfehlungen geben, denn wir kennen die Randbedingungen bei Ihnen ja nicht. Leitgedanken sind aber z.B.: große Platten die auch noch dünn sind eignen sich nicht zum überfahren. Kleinere, dünnere 6 cm Steine können überfahren werden, brauchen dann aber einen sehr hochwertigen Unterbau. Großformatige und dickere Platten können eigentlich nicht mehr einfach so mit der Hand verlegt werden, hier braucht man zumindest eine Verlegehilfe (am besten sogar eine Fachfirma). Also ganz ehrlich, wenn Sie sich jetzt nicht mehr ganz sicher sind, dann holen sie sich am besten Rat bei einen Fachmann, z.B. bei einem Galabauer oder einem Garten- und Landschaftsplaner.

 

Wenn Sie jetzt aus unseren Produkten mal eine Steinauswahl haben möchten, dann können wir ihnen folgendes zeigen:

 

    * Sie möchten nach Steindicken aussuchen, dann klicken Sie hier.

 

    * Sie suchen Steine ohne Fase, dann klicken Sie hier.

 

    * Sie suchen großformatige Platten, dann klicken Sie hier.

 

    * Sie suchen bodenständige rustikalere Formate, dann klicken Sie hier.

 

    * Sie suchen dekorative moderne Formate, dann klicken Sie hier.

 

    * Sie suchen extrem belastbare Formate (bitte nur mit Fachleuten verlegen), dann klicken Sie hier.

 

O.k. jetzt ist die Fläche bekannt und auch der Stein festgelegt. Jetzt können Sie die Verlegeflächen berechnen, die laufenden Meter der Randsteine addieren usw. und dann beim Fachhandel bestellen. Warum beim Fachhandel ? Ganz einfach, weil das unser Partner ist mit dem wir tausendfach zusammenarbeiten, bei dem Sie neben unserem Pfaster auch die Kiese und Sande für den Unterbau bekommen, und die Entwässerungsrohre, und den Mörtel um die Randsteine zu befestigen und und und .... Und ein Hinweis: mit dem Fachhändler können Sie besprechen wie der Rand ausgebildet wird, hier können Sie nämlich extra halbe Steine dazu bestellen. Machen Sie das jetzt nicht werden die nicht mitgeliefert und sie müssen später am Rand die Steine schneiden.  

 

Jetzt reicht es mit dem planen aber, oder ? Leider nein, denn wir empfehlen Ihnen jetzt auch über die Entwässerung nachzudenken. Wo soll das Regenwasser hinlaufen, brauche ich Einlaufrinnen, vielleicht auch punktuell Einläufe, wie verläuft mein Gefälle im Pflaster. Wenn Sie das gut und richtig durchdenken, dann sind Sie auch später auf der sicheren Seite wenn mal wieder ein Jahrhundertregen kommt (und der kommt heutzutage ja häufiger mal).

 

Aber jetzt, na jetzt kann es eigentlich losgehen.

 

 

2. Untergrund

 

Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, prüfen Sie den vorhandenen Untergrund (auch gewachsener Untergrund genannt). Hier gibt es folgende mögliche Fälle:

 

Fall a) Sie haben natürliches Gelände welches Sie noch für die geplanten Flächen ausschachten müssen. Dann los, die geplante Fläche abstecken und dabei seitlich etwas mehr abschieben (für den Arbeitsraum). Das Bodenmanagement nicht vergessen, soll heißen das sie sich überlegen welcher Boden behalten und welcher sofort abgefahren werden kann. Bitte den Boden der bleiben soll getrennt nach der Bodenart - Mutterboden, Unterboden usw. - abschieben und seitlich lagern. Den Lagerplatz vorher genau überlegen, nicht das die Erdhügel später im Weg liegen. Nachdem dann der Boden abgeschoben ist geht´s weiter zu b.

 

Fall b) Der vorhandene Untergrund ist bereits freigelegt. Jetzt muss geprüft werden ob der Untergrund geeignet ist, klingt einfach und heißt im Klartext: Der Untergrund muss standfest und tragfähig sein. D.h. nicht tragfähige Bodenschichten - z.B. Lehm - müssen abgegraben werden. Am Ende ist die Ebenheit, profilgerechte Lage, der Verdichtungsgrad und die Tragfähigkeit des Untergrundes wichtig. Das Mindestgefälle ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes, es sollte mindestens 2,5 % bzw. maximal 4 % betragen.

 

Fall c) Sie haben noch die Tragschichten vom alten Pflaster liegen und möchten diese natürlich liegen lassen und wiederverwenden, denn das spart Zeit, Arbeit und Geld. Den gewachsenen Untergrund können Sie nicht sehen, weil er ja überdeckt ist. Dann graben Sie ein Loch in die alte Tragschicht, breit genug, sagen wir 5o cm Durchmesser. Dabei sollten Sie wenn nach einander unterschiedliches Material zum Vorschein kommt dieses getrennt an verschiedenen Stellen ablegen, also nicht vermischen. Zuguter letzt haben Sie den gewachsenen Untergrund erreicht, jetzt können Sie sowohl den Untergrund als natürlich auch die alte Tragschicht  prüfen (siehe Punkt 2).

 

Mal ehrlich, ist der gewachsene Untergrund standfest und tragfähig ? Wenn ja ist alles o.K..

Als zweites testen Sie den Abfluss von Wasser. Gießen Sie einen kleinen Wassereimer - nicht mehr als 5 Liter - in das Loch, läuft das Wasser ab oder bleibt es lange stehen ? Wenn es abläuft ist alles o.K.

Als dritten Test prüfen Sie unmittelbar nach Ablauf des Wasser den noch feuchten Boden. Ist er immer noch standfest und tragfähig. Wenn ja ist alles o.K.

Wenn alle Test positiv waren geht es weiter mit der Prüfung der Trag- und Frostschutzschicht (siehe Punkt 2), wenn nicht oder wenn Sie sich nicht sicher sind - und seien Sie ehrlich zu sich selbst - sollten Sie unbedingt weiter prüfen. In diesem Fall empfehlen wir einen Fachmann zu Rate zu ziehen, dies könnte ein Bodengutachter oder auch ein Garten-und Landschaftsbauer sein.

 

Genereller Hinweis: Achten Sie darauf das keine langen Zeitspannen zwischen dem Freilegen des Untergrundes und dem Aufbringen der neuen Schichten auftreten, da jeder Regen und auch Bodenfrost die Standfähigkeit des Untergrundes schwächen kann. Fahren Sie auch nicht unnötig über den freigelegten Untergrund weil auch dadurch eine Aufweichung erfolgen kann.

 

 

3. Trag- und Frostschutzschicht

 

Die Trag- und Frostschutzschichten müssen angepasst an die zu erwartenden Belastungen der Verkehrsfläche ausgeführt werden. Das heißt, es gibt einen Unterschied zwischen Terassenflächen nebst Fußwegen und ihrer PKW befahrenen Einfahrt auf das Grundstück.

 

Generell gilt, alle Trag- und Frostschutzschichten (sowohl neu gekaufte als auch die noch auf den Flächen vorhandenen) müssen so wasserdurchlässig sein, sodass ein schneller Abfluss von Wasser sichergestellt ist. Aus diesem Grund eignen sich am besten ungebundene Tragschichten.

 

Fall a) Sie wollen neue Frostschutz- und Tragschichten auf den freigelegten, gewachsenen und standfesten Untergrund aufbringen. Bringen Sie die neuen Schichten lagenweise ein und verdichten Sie auch jede einzelne Lage, bessern sie dabei Unebenheiten in der Oberfläche immer wieder nach. Das Mindestgefälle beträgt 2,5 %, die max. Unebenheit beträgt 1 cm auf 4 m Länge. Achten Sie darauf, dass die endfertigen Oberflächen immer sauber mit dem ausgewählten Material geschlossen sind (keine Fremdmaterialien sollen darin sein), sonst kann später evtl. das als nächstes aufgebrachte Material (z.B. das Bettungsmaterial) an diesen Stellen nach unten durchsickern. Ungenauigkeiten in ihrer Ausführung können dazu führen, dass im Laufe der Zeit Verformungen - Dellen - in der Pflasterdecke entstehen.

 

Fall b.) Sie haben noch die Tragschichten vom alten Pflaster liegen und ihre Prüfung im Punkt 1 hat ergeben das der gewachsene Untergrund in Ordnung ist. Nun müssen Sie auch die alte, noch vorhandene Trag- und Frostschutzschicht prüfen. (..... hier sind wir noch in der Bearbeitung des Textes ). Die oberste Schicht, also das alte Bettungsmaterial empfehlen wir grundsätzlich aufzunehmen und neues aufzubringen.

 

Wichtig: Prüfen Sie immer die Filterstabilität vom Untergrund zur Tragschicht, von der Tragschicht zum Bettungsmaterialien, vom Bettungsmaterial zur Fugenfüllmaterial, ziehen Sie beim Einkauf dieser Materialien einen Fachhändler zu Rate.

 

 

 

4. Randeinfassung

 

Randeinfassungen verhindern ein Verschieben der Pflastersteine sowohl während der Verlegung als auch bei der späteren Nutzung der Pflasterfläche. Doch wo auf den cm genau sollen die Randeinfassungen gesetzt werden ? Hierzu können Sie sich z.B. einen Verlegenplan zeichnen in dem genau die Maße - also die Längen und Breiten der Pflasterflächen und auch die Abstände von ihrem Haus - vermasst sind. Zeichnen Sie sich in ihren Verlegenplan das geplante Verlegemuster der Pflastersteine ein. Wenn Sie nicht wissen was Verlegemuster sind, dann klicken Sie einfach mal hier.  Beim einzeichnen bitte darauf achten das seitliche Randsteine der Pflasterfläche nicht kleiner als halbe Steine sein sollten.

 

Mit den Maßen aus dem Verlegeplan können Sie jetzt ziemlich exakt den Abstand der Randeinfassungen auf der Baustelle einmessen, wenn sie ganz sicher sein wollen legen Sie nochmal eine einzelne Steinreihe genau auf dem Bauplatz hin. Jetzt können Sie die Bord- und Einfassungssteine genau einmessen und in ein Fundament und eine Rückenstütze aus Beton setzten.

 

 

5. Pflasterbettung

  

Nach DIN 18318 eignen sich als Bettungsmaterialien Gemische aus Gesteinskörnungen 0/4 mm, 0/5 mm oder 0/8 mm. Wichtig für das Bettungsmaterial ist das ein gutes Einrütteln der Steine möglich, eine ausreichende Wasserdurchlässig auch im verdichteten Zustand vorhanden und das es auf das Fugen- und Tragschichtmaterial abgestimmt ist. Es darf nicht in die Tragschicht einrieseln, genauso wenig wie das Fugenmaterial in die Bettung. Das Pflasterbett muss im verdichteten Zustand eine Stärke von 30 bis 50 mm aufweisen. Alle Angaben gelten für Steinhöhen bis 10 cm.

 

Das Bettungsmaterial wird auf der Tragschicht gleichmäßig verteilt und dann ist ein extrem genaues Abziehen erforderlich. Hierzu sollten Formrohre - sogenannte Lehren - in dem vorgesehenen Gefälle exakt auf dem Boden aufgelegt werden und über diese wird mit der Abziehlatte das Bettungsmaterial profilgerecht geglättet.

 

Hinweis: für untergeordnete Flächen - also Flächen die nie mit dem PKW befahren werden - können als Bettungsmaterial auch Gesteinskörnungsgemische 0/2, 1/3 und 2/5 verwendet werden.

 

Hinweis: alte, noch vorhandene Pflasterbettungen empfehlen wir grundsätzlich aufzunehmen und zu erneuern. Bitte beachten Sie dabei wieder, das das neue Bettungsmaterial auf die vorhandene Tragschicht abgestimmt werden muss.

 

 

6. Annahme der Steine bei Anlieferung

 

Versuchen Sie es einzurichten das Sie bei der Anlieferung zuhause sind, das hat den Vorteil das sie die Ware gleich beim abladen kontrollieren können. Falls Sie später nach Hause kommen nehmen Sie sich die Zeit und prüfen die abgestellte Ware. Egal welcher Fall vorliegt, gleichen Sie möglichst schnell die angelieferten Pflastersteinpakete mit dem Lieferschein und natürlich auch mit ihrer Bestellung ab. Entspricht die Lieferung hinsichtlich Format, Farbe, Menge und Oberflächenbeschaffenheit dem was auf dem Lieferschein geschrieben steht, entspricht das ihrer Order ? Wie prüfe ich denn die angelieferte Ware, ich seh ja nichts genaues weil die Steine meist gestapelt und auch noch eingeschweißt sind. Dazu befindet sich i.d.R. auf den angelieferten Plastersteinpaketen seitlich ein Aufkleber mit der genauen Bezeichnung des angelieferten Produktes. Jetzt können Sie kontrollieren.

 

Zur Optik: in der Regel können Sie nur die Oberfläche der obersten Lage eines jeden Paket sehen. Sehen die gut aus ? Egal ob gut oder nicht, nehmen Sie trotzdem sicherheitshalber ein paar Steine von den obersten Lagen runter und schauen sich die darunter liegenden Steine an. Ebenfalls gut, dann sollte wohl alles o.k. sein. Ach ja, wenn die Steinpakete mit eine Folie abgedeckt angeliefert worden sind dann sollten sie die aufgerissenen Pakete auch wieder sicher abdecken.

 

Bitte denken Sie daran Abweichungen zwischen Lieferung und Bestellung auf dem Lieferschein schriftlich zu vermerken (wer schreibt der bleibt !) und dann anschließend das Problem mit ihrem Vertragspartner / Lieferanten abzuklären. Machen Sie das am besten sofort, dann kann evtl. noch vor der geplanten Verlegung das richtige Material nachgeliefert werden, sie wollen ja schließlich in Kürze mit der Verlegung beginnen und nichts ist schlimmer als wenn dann was fehlt, falsch ist oder sonst was.

 

Hinweis: falls auf den Steinen ein grauweißer Schleier / Belag sichtbar ist, handelt es sich i.d.R. um Ausblühungen. Ausblühungen stellen im allgemeinen keine Beeinträchtigung der Qualität der Pflastersteine dar sondern sind eine optische Erscheinung die im Laufe der Zeit verschwindet. Ist der grauweiße Belag aber deutlich sichtbar und die optische Beeinträchtigung aus ihrer Sicht zu groß, dann sollten Sie die Lieferung beanstanden und unverzüglich ihren Vertragspartner / Lieferanten ansprechen. Hier gilt: besser jetzt das Thema klären als wenn die Steine verlegt sind.

 

 

7. Verlegung

 

Betonpflastersteine unterliegen naturgemäß geringen Farbschwankungen, wenn Sie hierzu mehr wissen wollen lesen sie einfach mal unsere Hinweise zu Beton. Nimmt man jetzt beim Verlegen die Steine einfach Lage für Lage immer aus dem gleichen Paket so werden in der endfertigen Fläche mit großer Wahrscheinlichkeit Farbkonzentrationen sichtbar werden. Um das zu vermeiden mischen Sie beim Verlegen Steine aus mindestens drei Paketen und jeweils aus mehreren Lagen der Pakete. Das gilt ganz besonders für nuancierte Pflastersteine.

 

Und jetzt nochmal der Hinweis: wenn Sie die Steine von den Paletten entnehmen kann auf der Oberfläche der Steine ein grauweißer Belag sichtbar sein, hierbei handelt es sich i.d.R. um Ausblühungen. Ausblühungen mindern nicht die Qualität der Pflastersteine sondern sind eine optische Beeinträchtigung die im Laufe der Zeit wieder verschwindet. Ist die optische Beeinträchtigung aus ihrer Sicht aber zu groß sollten Sie die Steine in jedem Fall vor der Verlegung beanstanden und unverzüglich ihren Vertragspartner / Lieferanten ansprechen. Und bitte pflastern Sie nicht weiter, sondern stoppen Sie die Pflasterung bis das weitere Vorgehen abgestimmt ist.

 

Unsere Abstandhalter an den Steinen ersetzen nicht das vorgeschriebene Fugenmaß, es ist die Aufgabe des Verlegers - also ihre Aufgabe - das vorgeschrieben Fugenmaß einzuhalten. Grundsätzlich sollte ein Fugenabstand von 3-5 mm eingehalten werden. Wird der untere Wert unterschritten, kann keine ausreichende Füllung der Fugen (dann fehlt die kurzfristige aber auch langfristige Stabilität der Steine zueinander) erzielt werden. Auch können die Steine beim abrütteln gegeneinander stoßen und an den Kanten beschädigt werden, Fertigungstoleranzen können ebenfalls nicht ausgeglichen werden. Der obere Wert sollte nicht überschritten werden, damit sich das Fugenmaterial gut verfestigen kann.

 

Die Pflasterverlegung bitte nun „über Kopf”, d. h. von der bereits verlegten Fläche aus durchgeführen, um ein Betreten des abgezogenen Pflasterbettes zu vermeiden. Die Verlegung der Steine soll höhen-, winkel- und fluchtgerecht mit Schnur oder Lehre erfolgen. Anschlüsse an Ränder und Kanten können mit unseren mitgelieferten Zubehörsteinen (Halben) ausgeführt werden (sie erinnern sich wir hatten Sie in der Arbeitsverbereitung darauf hingewiesen) oder ganze Steine müssen geschnitten werden.

 

Und wichtig: dann bitte schneiden, nicht knacken. Und Achtung beim Schneiden: schneiden Sie die Steine nicht auf bereits verlegten Pflasterflächen oder in dessen direkter Nähe. Die beim Schneidvorgang entstehende Schlämme bzw. auch der Schleifstaub enthält ganz feinkörnigen Zementleim bzw. -staub, dieser legt sich auf und auch in die offenporige Oberfläche der Pflastersteine und ist dann als Schleier auf der fertigen Pflasterfläche zu sehen, der Schleier ist später nur sehr schwer oder gar nicht wieder zu entfernen.

 

Und denken sie daran, Randsteine sollten nicht kleiner als halbe Steine sein.

 

8. Verfugung

 

Als Fugenmaterial ist ein kornabgestuftes Gemisch 0/2, 0/4 oder 0/5 zu verwenden, es sollten dabei möglichst gebrochene Gesteinskörnungen verwendet werden. Das Material muss stabil genug sein um den Steinen untereinander genügend Halt zu bieten (Achtung: sonst wackeln die Steine schon beim abrütteln so stark das sie aneinanderstoßen und die Kanten wegbrechen) und es muss so gewählt werden das es nicht in die unter dem Pflaster liegende Bettung einsickern kann (Achtung: sickert das Fugenmaterial im Laufe der Zeit in die Bettung ein ist irgendwann in den Fugen zu wenig übrig und das abgesackte Fugenmaterial vermischt sich mit dem Bettungsmaterial. Folge --> die Steine haben dann untereinander zu wenig Halt und die Bettung wird oftmals wasserundurchlässig --> die Steine fangen an zu wackeln und stehen in einem nassen Untergrund --> die Steine können sich verdrehen und stoßen aneinander, ebenfalls sind die Pflastersteine dauerhaft bzw. zu lang nass sein --> die Kanten brechen schon bei normaler Nutzung ab und die Pflastersteine bekommen einen Grauschleier / blühen aus).

 

Hinweis: für untergeordnete Flächen - also Flächen die nicht mit dem PKW befahren werden - kann als Fugenmaterial auch Sand 0/2, Splitt 1/3 und 2/5 verwendet werden.

 

Verfüllen Sie schon während der Verlegung der Steine kontinuierlich die Fugen, damit immer eine ausreichende Lagesicherung der Steine vorhanden ist. Das Fugenmaterial muss so lang eingefegt oder eingeschlämmt werden bis alle Fugen vollständig gefüllt sind, entfernen Sie überschüssiges Fugenmaterial vor dem Abrütteln vollständig.

 

 

 

 

9. Abrütteln

 

Wichtig ist das Sie den richtigen Rüttler verwenden. Dabei gilt daß bei farbigem Pflaster, Pflaster ohne Fase bzw. mit kleiner Minifase und auch bei Pflaster mit besonders bearbeiteten Oberflächen (z.B. imprägniert) ein Flächenrüttler mit einer Platten-Gleit-Vorrichtung - z.B. einer Gummischürze - verwendet werden sollte. Für dünne und großformatige Platten hat sich auch das Abrütteln mit einem Rollenrüttler bewährt. Wahrscheinlich leihen Sie sich den Rüttler aus, lassen Sie sich hier von dem Fachmann (z.B. die Verleihfirma oder ein Galabaubetrieb) über die notwendige Leistung des Rüttler beraten. Noch eins: man kann Pflaster auch kaputt rütteln, d.h. Rüttler sollten mit  angemessener Vibrationsleistung eingesetzt werden.

 

Als wichtige Vorbereitung gilt generell: die Flächen müssen gegen Auswandern abgesichert werden. Dies gilt bei Teilflächen die zwischendurch abgerüttelt werden sollen, beim abschließenden abrütteln einer Gesamtfläche und auch wenn aus gestalterischen Gründen auf eine sichtbare Einfassung verzichtet werden soll. Immer muss die kurzfristige und die dauerhafte Standsicherheit berücksichtigt werden - und Pflaster kann seitlich auswandern.

 

Nun ist alles vorüberlegt, der Rüttler da und es kann losgehen. Doch bitte nicht sofort loslegen, sondern erst die Unterseite des Rüttlers abwischen und die Plasteroberfläche sauber fegen. Desweiteren nur im trockenen Zustand abrütteln.

 

Hinweis: befinden sich beim Abrütteln noch Reste des Fugenmaterial oder kleine Steinchen auf der Pflasteroberfläche bzw. unter der Rüttelplatte so besteht die Gefahr das sich diese Material beim Gleiten der Rüttelplatte in den Stein einreibt oder die Steinoberfläche zerkratzt. Dies ist dann auf der fertigen Oberfläche zu sehen und läßt sich ganz schlecht oder gar nicht wieder beseitigen.

 

Aber jetzt kann abgerüttelt werden, dabei stets von den Rändern zur Mitte hin gleichmäßig verdichten.

 

 

10. Nachbearbeitung

 

Nach dem Abrütteln bitte die Fugen nochmals wieder auffüllen, indem Sie weiteres Fugenmaterial aufstreuen und einfegen. Ach ja, dieser Vorgang sollte in den nächsten Tagen mehrfach wiederholt werden, da das Fugenmaterial immer mal wieder absackt.

 

 

 

....... und jetzt wollen wir ihnen natürlich auch unsere Produkte vorstellen:

 

 

 

 

Produkte

 

 

                                                      

 

 

 

 

Hinweis: Die hier aufgeführten Regeln basieren auf Erfahrungswerten und dem heutigen Stand der Technik. Der Ordnung halber weisen wir darauf hin dass wir keine Haftung übernehmen können.